5. Tag

Mittwoch, 5. 12.

Heute treffen wir uns wieder zum Morgengebet. Es tut den Frauen  gut. Sie entschuldigen sich sogar, wenn sie nicht kommen können. Das ist nett. Aber es ist vollkommen in Ordnung.

 

Die Texte der Seniorenmesse hat Waltraud Bugert vorbereitet und Pfarrer Schmidt zelebriert ihn: Vom Dunkel ins Licht. Anstelle der Fürbitten wurden Kerzen entzündet, die Wir zünden unsere Lichter an wie ein Licht der Ermutigung oder Neubeginn oder auch der Hoffnung in Dunkelheit und Not.

 

Das Mittagsgebet ist dieses Jahr auch eine kleine Runde. Aber wir fallen auf, wenn wir so vor der Kirche stehen zum Beten. Das ist man nicht gewöhnt. Vom Knupfer aus beäugen uns die Menschen.

Dafür wird es später in der Kirche wuselig und voll mit kleinen Kitakindern und deren Familien. Am Vorabend von Nikolaus taucht ein echter Nikolaus in der Kirche auf und schaut sich zusammen mit der großen Menge das Minimusical Konzert am Himmelszelt an. Die Kinder machen das super. Aber alle sind so aufgedreht, dass es danach kein Sinn macht, noch eine Geschichte vom Nikolaus zu erzählen. Dafür bekommt jedes Kind einen kleinen Fairen Nikolaus aus dem Weltladen. Die Besucher sind eingeladen, Selbstgebackenes der Kinder gegen eine Spende mitzunehmen. Der Erlös kommt der Glückskleeaktion zugute- 4 Hilfsprojekte, für die über das Jahr gesammelt wird.

 

Ruhig wird es wieder, als der  lebendige Adventskalender am Kunsthaus Station macht. Judith Diesterweg hat sich was Tolles ausgedacht: Was ist das Wichtigste an Weihnachten?  Gute Frage für uns. Ein schönes Bilderbuch, das sie uns zeigt, greift dieses Thema auf. Anschließend dürfen wir einen kleinen Faltstern basteln, unser Wort hineinschreiben, mitnehmen und ihn an einen Platz unter dem Tannenbaum legen. Wer Lust hat, darf mit Kreide das Wort auf den Boden in der Fussgängerzone schreiben. Zum Schluss bekommen wir noch einen schönen Spruch mit nach Hause.

 

Der Abendspaziergang fällt leider aus. Es ist niemand gekommen. Lag es daran, dass im Heft eine falsche Uhrzeit stand? Oder ist es wirklich der falsche Zeitpunkt für diese Glaubenswoche. Wen  nur jeder sich eine Sache aussucht, dachte ich mir, dann ist die Woche schon ein Erfolg. Wem es wichtig ist, der macht es möglich. Danke trotzdem für die Vorbereitung an Waltraud Bugert und Anke Winkler. Vielleicht kann man es irgendwann nachholen.

 

Das Abendgebet ist wieder sehr schön. Maria Magdalena steht im Focus und ein Gemälde mit ihr. Eine komplexe Frauengestalt, der wir uns mit dem Bild etwas annähern. Am Schluss salben wir unsere Hände mit Nardenöl aus Jerusalem. Etwas ganz Kostbares. So geht ein weiterer kostbarer Tag in dieser Woche zu Ende.