Zweiter Tag

Sonntag, 2. Dezember

Die Kita St. Michael feiert in der Kirche St. Michael am Morgen seinen Adventsgottesdienst. Ich werde mir erzählen lassen, wie es war. Derweilen frühstücken wir in Boxbrunn gemütlich am ersten Advent und haben noch eine inhaltliche Einheit bevor sich Jeder noch eines der 10 Gebote der Gelassenheit mit auf den Weg nehmen kann- sozusagen als Leuchtspur für den nächsten Tag oder die Woche.

Zuhause angekommen schau ich beim Erzählcafe im Kerzenschein kurz vorbei. Es hat noch nicht begonnen. Aber der Raum ist sehr schön dekoriert und die Kuchen werden gerade auf die Kuchenplatten verteilt. Im Rahmen der Glaubenswoche waren die Gemeindemitglieder eingeladen, bei Kerzenlicht in heimeliger Atmosphäre die Gelegenheit zum Erzählen wahr zu nehmen. Bei Kaffee und leckeren selbstgebackenen Kuchen wurde dies genutzt und es wurde wie man so schön sagt „über Gott und die Welt“ gesprochen.

Eine halbe Stunde vor dem Taizégottesdienst bin ich in der Michaelskirche. Die Lichter sind schon an und ich kann schöne Fotos machen. Den Chor hört man beim Einsingen in der Kapelle und die Instrumentalisten sind schon auf der Empore versammelt und stimmen ihre Instrumente. Sie spielen seit einigen Jahren in der gleichen Zusammensetzung. Und als der Projektchor nach oben kommt, sehe ich viele Gesichter von denen ich weiß, dass sie nur einmal im Jahr in diesem Projektchor mitsingen, weil sie Taizé von früher kennen oder die Lieder mögen. Das macht das Ganze auch so Besonders.

Ein schöner Gottesdienst wird es. Durch die Musik springt ein Funke auf die volle Kirche über. Die Ministranten tragen dann auch die Fürbitten in verschiedenen Sprachen vor wie in Taizé während den Gebeten üblich. .Die evangelische Pfarrerin Dr. Irene Dannemann ist im Altarraum mit dabei. Sie hatte sowieso vor, mit ihren Konfirmanden den Gottesdienst zu besuchen. So hat Pfarrer Stipinovich sie eingeladen, auch Gebete zu beten und das Evangelium zu lesen.

In seiner Predigt greift Pfr. Stipinovich dann auch u.a. den Gedanken der Ökumene auf, den Freré Roger als Begründer der Bewegung in Taizé sensationell  umgesetzt hat. Der Gottesdienst hat mich wieder ein wenig zurückerinnern lassen in meine Jugendzeit, wo für mich Taizé in meinem Leben einen wichtigen Stellenwert hatte und ein Teil meiner Berufungsgeschichte ist.

Das nächste Taizégebet ist übrigens am 28.12. um 18 Uhr. Wenn  Sie Zeit haben, kommen sie einfach vorbei. Nach der Kirche strömen alle aus der Kirche um nebenan den Gottesdienst in Gesprächen mit einem Glas Glühwein noch etwas nachwirken zu lassen.

Dorothea Busalt

 

Fotos: Dorothea Busalt

2,3 und 4 Brigitte Rosenbaum

5 und 6 Waltraud Bugert