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Im diesjährigen Tiersegnungsgottesdienst wurde an den heiligen Franz von Assisi erinnert.

Der heilige Franz von Assisi hat in ganz besonderer Weise verstanden dass der Mensch und die Natur eine Einheit bilden. Alles kommt von Gott unserem Schöpfer.

Er hat den Menschen und die Tiere erschaffen als Partner in einer harmonischen Schöpfung. Menschen und Tiere sind aufeinander angewiesen.
Die Legende vom "Wolf von Gubbio" erzählt davon das Franziskus Mensch und Tier miteinander versöhnen will.

Es geht in dieser Geschichte vom „Wolf von Gubbio“ wohl auch darum die Tiere zu respektieren und ihnen das zu geben was sie zum Leben brauchen. 
Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger als den Zuspruch Gottes zu den Tieren zu erneuern: Du bist mein geliebtes Geschöpf, dich habe ich erschaffen. Sei gesegnet in deiner Einmaligkeit. Der Segen bedeutet aber auch einen Zuspruch und einen Auftrag an die, denen die Tiere anvertraut sind. Der Zuspruch Gottes lautet:
Dir ist dieses Tier, dieses Geschöpf anvertraut. Aber es gehört dir nicht. Es ist nicht dein Eigentum in dem Sinn dass du es behandeln kannst wie einen Gegenstand. Dieses Geschöpf ist ein Geschenk an dich. Behandle es als lebendiges Wesen Gottes mit dem nötigen Respekt. Und das ist der Auftrag Gottes an uns:  Diese Geschöpfe Gottes brauchen den notwendigen Lebensraum, sprich – eine artgerechte Haltung. Sie benötigen darüber hinaus ausreichend Nahrung und Zuwendung.
Es gäbe zu der Geschichte vom „Bösen Wolf“ noch vieles zu sagen. Er ist nämlich auch ein Teil meiner Persönlichkeit. Jeder kennt seinen eigenen „Bösen Wolf“. Es sind unsere dunklen Seiten, unsere Aggressionen und destruktiven Anteile unserer Persönlichkeit.  Auch dafür ist der Segen gut. Gott will auch uns segnen auf das wir lernen mit unserem eigenen „Bösen Wolf“ in Frieden zu leben. 

Fotos Daniel Klier