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„Ravensbrück 1939-45: Christliche Frauen im Konzentrationslager“

Ausstellung in der Apostelkirche, 30. August bis 27. September

Sie hießen Gertrud Luckner, Maatje de Jonge van den Heuvel oder Bianca Paganini – drei von unzähligen Frauen, die während der Herrschaft der Nationalsozialisten wegen ihres christlichen Glaubens und der Zugehörigkeit zu bestimmten Religionsgruppen verfolgt, verhaftet und sogar ermordet würden. Über 13 Frauen-Schicksale berichtet die Ausstellung „Ravensbrück 1939-45: Christliche Frauen im Konzentrationslager“, die der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) in Kooperation mit der Stadtverwaltung nach Viernheim holt.
Vom 30. August bis 27. September ist die Ausstellung über christliche Häftlinge im Frauen-KZ in der Apostelkirche zu sehen. Die Auftaktveranstaltung findet am Freitag, 30. August, um 17 Uhr statt. Dabei gibt es eine kurze Einführung in die Ausstellung. 13 Frauen, unterschiedlicher konfessioneller Kulturen, die in das KZ Ravensbrück verschleppt wurden, werden in der Ausstellung porträtiert. Ein zweiter Ausstellungsteil ist den religiösen Praxen im Konzentrationslager gewidmet, die weitgehend unsichtbar und unerkannt bleiben mussten. Es wird gezeigt, wie der Mangel an liturgisch wichtigen Objekten und Schriften auf manchmal abenteuerliche Weise kompensiert wurde. Ein dritter Ausstellungsteil wendet sich der Frage nach der religiösen Praxis im Umfeld des Konzentrationslagers zu. Die Ausstellung wurde anlässlich des Deutschen Evangelischen Kirchentages 2017 in Berlin von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten konzipiert und ist eine Wanderausstellung.
Die Ausstellung ist während der täglichen Öffnungszeiten der Apostelkirche frei zugänglich. Der Frauenbund Viernheim bietet während der Dauer der Ausstellung weitere begleitende Veranstaltungen in der Kirche an. Am Dienstag, 3. September, wird um 19 Uhr in der Kirche der Film „A Rose in Winter“ über Edith Stein gezeigt. Am Montag, 9. September, lädt der KDFB zu einer szenischen Lesung ein. Viernheimer Frauen geben den Frauen aus Ravensbrück eine Stimme (Beginn 19 Uhr). Am Dienstag, 17. September, ist Stefan Ackermann um 19 Uhr zu einem literarischen Abend in der Kirche. Am Sonntag, 22. September, haben Zeitzeugen das Wort: Wie haben Viernheimer die Zeit zwischen 1933 und 1945 erlebt? Die Gesprächsrunde findet im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst statt (11.30 Uhr). Die Ausstellung wird am Donnerstag, 26. September, im Rahmen des 19-Uhr-Gottesdienstes beendet.
Wer Interesse an einer Führung durch die Ausstellung hat, wird gebeten, sich bei Inka Träger vom Vorstand des KDFB Viernheim per E-Mail zu melden (inka.traeger@frauenbund-viernheim.de).

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