Seelsorge

Wiedereröffnung der Michaelskirche

Die ganze Straße zugeparkt, überall Fahrräder - und drinnen kein Sitzplatz mehr frei: Zahlreiche Gläubige standen gestern Abend beim Wiedereröffnungsgottesdienst der Michaelskirche. Die Freude der Gemeindemitglieder war auf den Gesichtern abzulesen, und das Pastoralteam fasste sie in Worte: "Mir kommt die ehrenvolle Aufgabe zu, allen an der Renovierung Beteiligten ganz herzlich zu danken", wandte sich Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Thorsten Ditsch zu Beginn an die zahlreich erschienenen Besucher.

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Für die Messe hatte Generalvikar Dietmar Giebelmann mal wieder den Weg von Mainz nach Viernheim auf sich genommen. Er beglückwünschte die Gemeinde, ihre "Heimatkirche" endlich wieder zu haben: "Denn die Heimatkirche ist, wo Gott sich den Menschen zuwendet." Dabei lasse sich Gott natürlich nicht einmauern. "Jedoch braucht der Glaube Räume."

Die Räume waren den Gläubigen elf Monate lang nicht zugänglich. Die Kirche wurde geschlossen, nachdem ein Sicherheitsbeauftragter des Bistums Mainz Ende Oktober 2011 Mängel festgestellt hatte. Die Pfarrgruppe nutzte gleich die Chance, um die Kirche komplett auf Vordermann zu bringen. Vor allem wurden Sicherheitslücken geschlossen und deshalb zerbrochene Scheiben ausgetauscht, der Aufstieg zur Decke fallgeschützt und natürlich die brandgefährdete Elektronik und damit die Beleuchtung ausgetauscht.

Glockensteuerung per Touch-Pad

"Wir haben St. Michael zukunftssicher gemacht", spielte Dietmar Giebelmann auf die Behebung der Risiken und die vielen Neuerungen an. Denn es standen auch außergewöhnliche Extras wie der Umbau der Sakristei und die Glockensteuerung per Touch-Pad an.

Der Einfall abendlicher Sonnenstrahlen sorgte für ein buntes Lichtspiel an der Kirchenwand und tauchte den Michaelschor, der den Gottesdienst musikalisch begleitete, in einen hellen Glanz. Für die Momente, in denen es draußen dunkel ist oder eine andere Atmosphäre erwünscht ist, wurde bei der Renovierung vorgesorgt: Die Lichtanlage ist der ganze Stolz von Pfarrer Angelo Stipinovich. Jedoch wollte er die Möglichkeiten für den Wiedereröffnungsgottesdienst noch nicht nutzen.
Er wird die moderne Beleuchtung und ihre zahlreichen Möglichkeiten aber beim Konzert des Michaelschors vorstellen. Dieser feiert dann gemeinsam mit der Kirche sein 55-jähriges Bestehen unter dem Motto "Ein Haus voll Glorie schauet". 

 

© Südhessen Morgen, Montag, 08.10.2012