Seelsorge

Kirchenchor St. Hildegard

Das zweite Vatikanum hat die Bedeutung als „wesentlichen Bestandteil der feierlichen Liturgie“ hervorgehoben. Dabei fällt den Kirchenchören eine besondere hervorragende Aufgabe zu  „sie üben einen liturgischen Dienst aus.“
Von daher konnte Pfarrer Norbert Bewerunge dem Wunsch des Bischofs , Dr. H. Volk, einen Kirchchor zu gründen, entsprechen, den dieser einige Wochen nach der Kirchweih 1966 geäußert hatte. Zum Hildegardfest 1967 präsentierte Bewerunge also zum ersten Mal mit Rektor Franz Klee einen hervorragenden Dirigenten und einen etwa sechzigköpfigen gemischten Chor.
In den folgenden Jahren wurde die Qualität des Chorgesanges ständig weiter entwickelt, viele geistliche Lieder und Messen einstudiert und in die Gestaltung der Gottesdienste eingebracht. Neben dieser Hauptaufgabe wurde stets die Geselligkeit gepflegt und dabei auch weltliche Lieder mehrstimmig gesungen.
Aus gesundheitlichen Gründen legte Franz Klee 1974 den Dirigentenstab nach siebenjähriger Chorleitertätigkeit nieder. Mit dem Musikstudenten Albert Wunderle bot er selbst senien Nachfolger an, der schon einige Zeit vorher als Organist den Chor begleite hatte. Kräftig unterstützt wurden er dabei vom langjährigen Vorstand Ernst Hanf.
Seit dieser Zeit hat der Kirchenchor etwa 25 Messen einstudiert, unter anderem von Haydn, Mozart, Schubert, Bruckner. Dabei war die Unteraufführung der „Deutschen Messe„ (a cappella) – zu Ehren der Hl. Hildegard – von Franz Klee 1981 ein großartiger Höhepunkt für den Chor, der damals besonders durch seine vielen jungen und qualifizierten Sängerinnen auffiel.
Um seine gesanglichen Qualitäten unter Beweis zu stellen, veranstaltete der Hildegardchor viele geistliche Konzerte ( Weihnachts-, Marienkonzerte. u.a.) und einige weltliche Konzerte im ‚Bürgerhaus, bei denen er mit Opernchören, Spirituals und anspruchsvollen Chorwerden glänzen konnte.
Der absolute gesangliche Höhepunkt und die wohl schwierigste Aufgabe war dabei natürlich das Mozart-Requien 1984 zusammen mit dem Nationaltheaterorchester und hervorragenden Solisten. Nicht zu vergessen auch das „Dettinger Te Deum“ von G.F. Händel, das der Chor 1992 wie immer von vollbesetzter Kirche aufführte.
Nicht nur mit gesanglichen Leistungen konnte der Chor überzeugen. Auch die zahlreichen Sängerreisen, die unter anderem nach Wien , Rom, Paris, Prag, Berlin, München, Den Haag, an den Thuner See, ins Pitztal (Tirol) führten, gehören zum Leben des Hildegardchors.
Besonders eindrucksvoll war wohl die Reise zur Gestaltung eines Primizamtes in Tatabanya ( ins damals kommunistische Ungarn) 1983. Wie man unschwer erkennen kann, ist der Kirchenchor St. Hildegard ein fleißiger Chor, mit einer bemerkenswerten Harmonie unter allen Mitgliedern – eine Gemeinschaft, die keinen Mitgliedsbeitrag kennt, nur aktive Mitglieder zählt, großartige Fastnachtsveranstaltungen ebenso bieten kann wie jahrelang eine Waffelbäckerei beim Innenstadtfest. Denkbar ist dies alles natürlich nur mit einem Vorsitzenden, der die organisatorischen Dinge regelt. Im Moment tut dies mit viel Geschick Johanna Neudörfer (Sopran), die neben unserer Sängerin Beatrice Schweidler (Alt) zu unseren vorzeigbaren (fast professionellen) Solistinnen gehört. Zum Besten, was der Hildegardchor außerdem zu bieten hat, darf man zweifellos den Frauenchor ‚(mit 13 dynamischen Stimmen) nennen, der nebenbei mit seinem ersten Auftritt bei einem Sängerwettstreit gleich die Tagesbestleistung ersang. Man wird sich fragen, was dem Chor eigentlich noch fehlt. Die etwa fünfzig Sängerinnen und Sänger suchen ständig neue Mitglieder, Männerstimmen besonders, die den Fortbestand des Chores garantieren.
 Alte und neue Chormusik wird weiter vom Chorleiter Albert Wunderle, der schon seit 40 Jahren den Kirchenchor leitet, einstudiert. Wenn Sie sich als Christ engagieren wollen, sind Sie bei uns am richtigen Platz. Versuchen Sie es doch einmal, wir treffen uns immer Mittwochs ab 20:00 Uhr im Gemeindesaal St. Hildegard.

Albrecht Wunderle