Sozial

Das Kinderdorf Aldea de Ninos de Christo Rey in Cochabama

Die Kinder des Kinderdorfes Christo Rey


Pater Erich ( geb. 1933) wurde 1966 von der Schweiz aus nach Bolivien geschickt, um dort im Urwald in Popoy eine Missionsstation für die Indios zu gründen.
Da viele Indios krank waren, hat er bald darauf auch eine Krankenstation eingerichtet, die von deutschen Ärzten und Schwestern betrieben worden ist. Eine dieser Krankenschwestern ist die 1934 geb. Schwester Ingrid Pentzek. Über viele Jahre hinweg hat das Missionsteam im Urwald gearbeitet und aus den herumziehenden Indios sesshafte Bauern gemacht. Finanziell unterstützt wurden sie u.a. auch durch den Missionskreis Alto Beni e.V., der sich im Geburtsort von Schwester Ingrid, in Rheine gegründet hatte.
In den 80 er Jahren hat die Drogenmafia dann immer mehr Bauern für den Kokaanbau gewinnen können. Als sich das Missionsteam dagegen wehrte, wurde es massiv bedroht und war gezwungen, den Urwald zu verlassen. In Cochabamba hat man dann 1985 eine neue Aufgabe übernommen, die mindestens genauso wichtig ist.
Man hat sich um die Kinder von Gefängnisinsassen gekümmert. Gefangene werden in Bolivien nicht verpflegt, es ist Aufgabe der Familie, dafür zu sorgen. Da viele inhaftierte Männer und Frauen aus kleinen Dörfern des Hochlandes kommen, ist eine tägliche Versorgung nur dann möglich, wenn die ganze Familie nach Cochabamba zieht und sich dort als Freigänger ebenfalls im Gefängnis einquartiert. Inhaftierte Frauen bringen ihre Kinder mit, weil der Mann Geld verdienen muss. Die Gefängnisse sind diesem Ansturm jedoch nicht gerüstet und dementsprechend schlecht sind die Lebensbedingungen für die Kinder.
Pater Erich hat schon bald begonnen, ein Kinderdorf zu errichten, in dem Kinder der Gefangene solange betreut werden, bis die Eltern wieder nach Hause können. Dem Kinderdorf ist sogar eine Schule angegliedert. Durch eine gute Schulbildung will man erreichen, dass die Kinder den sozialen Aufstieg schaffen und später nicht gezwungen sind, ihren Lebensunterhalt ebenfalls durch Straftaten zu bestreiten.
Inzwischen gibt es 900 Externe und Interne Schüler. Das Kinderdorf nennt sich Aldea de niños de Cristo Rey-
So gliedert sich die Arbeit auf zwischen der Urwaldgemeinde Santissima Trinidad und dem Kinderdorf.

Seit 2007 ist das Kinderdorf vom Orden der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel aus Heilbad Heiligenstadt übernommen worden und wird von Petra Sadura geleitet, die mit ihrer Familien inclusive 3 Töchtern nach Bolivien ausgewandert ist.

Pater Erich und Schwester Ingrid sind nach wie vor auch nach ihrer Pensionierung in den begonnen Projekten aktiv.

Weitere Infomationen über die Arbeit des Ordens in Cochabamba finden Sie hier.

Unterstützung durch St. HiMi

Da die Projekte im Kinderdorf auch vom Kindermissionswerk unterstützt werden, sammeln die Sternsinger von St. Hildegard seit einigen Jahren erfolgreich für die Kinder in Bolivien.

Der Erlös mehrerer kleiner Aktionen der KjG St. Hildegard wie Glühweinverkauf vor der Kirche fließen ebenfalls den Projekten zu.

Kontakt: Dorothea Busalt Tel. 06204 6011-541 dbusalt@sankt-himi.de