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Donnerstag, 23.02.2012

Das Weihesakrament und die Berufe der Kirche

Das Sakrament der Weihe ist in der römisch-katholischen Kirche in drei Stufungen gegliedert:

  • die Diakonenweihe
  • die Priesterweihe
  • die Bischofsweihe

Die Priesteramtskandidaten haben sich in einem (mindestens) fünfjährigen Philosophie- und Theologiestudium, durch ein praktisches Gemeindejahr, eine vertiefende praktische, theologische und geistliche Ausbildung im Priesterseminar, sowie als Diakone in einer Gemeinde des Bistums auf die Priesterweihe vorbereitet.

Die Priesterweihe findet für gewöhnlich in der Kathedrale (Bischofskirche) der Diözese statt, zumeist an hohen kirchlichen Feiertagen. Die Priesterweihe beginnt in der Eucharistiefeier nach dem Evangelium und hat folgende Gliederung:

  • Aufruf der Kandidaten
  • kurze Ansprache des Bischofs zu den Aufgaben des Priesters (griech. Presbyter)
  • Gehorsamsversprechen
  • Herabrufung des Heiligen Geistes in der Allerheiligenlitanei
  • Handauflegung des Bischofs und aller anwesenden Priester
  • Weihegebet

Zu den nachfolgenden Ausdeutenden Zeichen im Weiheritus gehören:

  • das Anlegen der priesterlichen Gewänder
  • die Salbung der Hände
  • die Überreichung von Kelch und Patene (Hostienschale)
  • der Friedensgruß

Die heilige Messe konzelebrieren die Neupriester dann mit dem Bischof.

In der Woche nach der Priesterweihe feiern die Neugeweihten in der Primiz (von lat. primus = der erste) ihre erste Eucharistie in der Heimat- und in der Diakonatsgemeinde. Dort spenden sie - ebenfalls durch Handauflegung und Gebet - ihren Primizsegen. Einige Zeit nach der Priesterweihe treten die jungen Geistlichen ihre erste Kaplans- bzw. Vikarstelle in einer Gemeinde des Bistums an.

 

Neben den Priestern und Diakonen gibt es noch andere geistliche und pastorale Berufe oder besondere Lebensformen in der Kirche, wie:

  • Gemeindereferent/i-n
  • Pastoralreferent/-in
  • Religionslehrer/-in
  • Ordensfrau/-mann
  • Leben in Säkularinstituten oder geistlichen Gemeinschaften

Die einzelnen Bistümer haben hierfür jeweils eine eigene Informationsstelle eingerichtet, die sogenannte Diözesanstelle Berufe der Kirche (vgl. www.berufung.org).